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BFS - Bundesverband Filmschnitt Editor e.V.

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Aktuelle Meldungen und Termine vom BFS
Aktualisiert: vor 17 Minuten 48 Sekunden

Tarifparteien auf dem Holzweg

Mi, 2018-05-23 13:36
Auf dem „Holzweg“ sehen zahlreiche Berufsverbände und –netzwerke der Filmschaffenden die Tarifparteien bei Ihren gegenwärtigen Verhandlungen.
Die Gewerkschaft Verdi fordert in den Tarifverhandlungen, die am 29. Mai in Berlin fortgesetzt werden, vor allem eine Gagenerhöhung um 6 Prozent. Pressemitteilung PDF

Vergütung statt Enteignung

Mo, 2018-05-14 12:49
Die europäischen Filmurheberverbände fordern gemeinsam mit  SAA und CISAC, den europäischen Dachverbänden der Verwertungsgesellschaften der audiovisuellen Urheber,  die Politik auf, anläßlich der Internationalen Filmfestspiele in Cannes einen europaweiten, unverzichtbaren, unabtretbaren Vergütungsanspruch für Filmurheber für jede Nutzung ihrer Werke gesetzlich zu verankern. PM_BFS_Verguetung_statt_Enteignung_2018.pdf

Frank Müller mit „Kreatura“ und „System Error“ beim DOK.fest München

Do, 2018-05-03 19:07
Das Internationale DOK.fest München ist angelaufen und zeigt gleich zwei Filme von unserem Mitglied Frank Müller in seinem Programm. Der Film „System Error“ hinterfragt den Kapitalismus. Das Wirtschaftssystem strebt nach ewigem Wachstum, obwohl allen klar ist, dass man auf einem endlichen Planeten nicht unendlich wachsen kann. Dementsprechend trägt der Film den selbstbewussten Untertitel: „Wie endet der Kapitalismus“. „System Error“ läuft am Donnerstag, den 03.05., um 18:30 Uhr (Deutsches Theater), Freitag, den 04.05. um 19:00 Uhr (Katholische Akademie), Montag, den 07.05., um 16:00 Uhr (HFF - Kino 1) und Freitag, den 11.05., um22:00 Uhr (Atelier). Der Trailer zu „System Error“ ist hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=_SbJOHvlXLY Als zweiten Film von Frank Müller zeigt das DOK.fest München „Kreatura“ von Viki Aleksandrovich. Das  aufwühlende Doku-Gedicht über die Identität von Diana begleitet eine junge Frau, die sich aufmacht um ihre ukrainischen, deutschen und jüdischen Wurzeln zurückzuverfolgen. Kreature läuft am Montag, den 07.05., um 20:30 Uhr (HFF - Kino 1) und Mittwoch, den 09.05., um 21:30 Uhr (City 3).

Deutscher Filmpreis 2018

So, 2018-04-29 18:47
Die Lolas sind verteilt, der Deutsche Filmpreis 2018 für den besten Schnitt durften die Filmeditoren Stephan Krumbiegel und Olaf Voigtländer für „Beuys“ entgegennehmen. Neben den Preisträgern waren der BFS-Editor Jan Ruschke mit „Es war einmal Indianerland“ und Michal Czarnecki mit „Der Hauptmann“ in der Kategorie bester Schnitt nominiert. (Foto: Stephan Krumbiegel und Olaf Voigtländer mit den Trophäen. Quelle: DEUTSCHER FILMPREIS 2018 | © AGENTUR EVENTPRESS) Die Deutsche Filmakademie verlieh in insgesamt 18 Kategorien die begehrten 30 Zentimeter hohen und 2,2 Kilo schweren goldenen Lolas. Als bester Film wurde „3 Tage in Quiberon“ damit gewürdigt, wir gratulieren hier dem gesamten Team und dem BFS-Mitglied und Editor Hansjörg Weißbrich! Der Film war mit zehn Nominierungen der Favorit des Abends, insgesamt erhielt er sieben Lolas. Eine silberne Trophäe in der Kategorie bester Film ging an „Aus dem Nichts“, geschnitten von Andrew Bird. Die bronzene Trophäe erhielt „Western“, an dem Bettina Böhler als Editorin beteiligt war. Ohne Lola aber mit einer Nominierung als bester Spielfilm und einer Nominierungsprämie in Höhe von je 250.000 EUR für künftige Filmprojekte wurden „Das Schweigende Klassenzimmer“, editiert von Barbara Gies, „In den Gängen“, editiert von Kaya Inan und „Der Hauptmann“ bedacht. Wir gratulieren allen Preisträgern zur Würdigung ihrer außerordentlichen künstlerischen Leistungen mit dem Deutschen Filmpreis! Die 68. Verleihung des Deutschen Filmpreises ist bis zum 04.05.2018 in der ARD-Mediathek zum Nachschauen verfügbar.

BFS-Mitglied Sascha Nölke, der (viel) Arbeit gerne mit dem Angenehmen verbindet

Di, 2018-04-24 17:01
Lieber Sascha, Du bist jetzt seit 14 Jahren im Geschäft, nach einer Ausbildung als Mediengestalter – da kann man schon einige Erfahrungen sammeln! Du arbeitest querbeet, Film, Dokumentation, Show, und warst vor allem am Anfang deiner Berufslaufbahn nicht wählerisch. Man lernt immer dazu und entwickelt sich weiter, ist dein Arbeits-Motto. Und damit bist du gut gefahren. Wie hast du als Editor angefangen? SASCHA: Seit 2004 arbeite ich als Editor. Angefangen habe ich bei einer kleinen Produktionsfirma für Zeitgeschichtsdokumentationen. Seit 2009 bin ich selbstständig, als freiberuflicher Editor. Seitdem arbeite ich überwiegend für TV-Produktionen und zähle alle namhaften Produktionsfirmen zu meinen Auftraggebern. Zum Showschnitt bin ich wie die Jungfrau zum Kinde gekommen: Die damalige „undbitte entertainment“ in Köln vermittelte mich 2010 zu UFAs „X Factor“. Da wurde ich im Grunde ins kalte Wasser geschmissen. Ich habe mich aber sehr schnell eingearbeitet, da ich ein gutes Gefühl für Geschichtenerzählen und Montage habe. Als freiberuflicher Editor sehe ich es immer so: Alles mitnehmen und sich einarbeiten. Wenn man ein gutes Gespür für Geschichten hat und auch sehr gut, schnell und gewissenhaft arbeitet, kann man sich in jedes Format einfuchsen. Es folgten im Jahr darauf die Show „My name is...“ und die zweite Staffel „X Factor“, an denen ich jeweils von Anfang bis zum Ende mitarbeitete. Und dann wurde ich von itv Studios Germany für „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ 2012 gebucht. Da war ich sehr aufgeregt. Im Vorfeld wurden die vertraglichen Dinge geklärt, und ich stellte mich auf eine stressige Zeit, aber auch auf das Abenteuer Australien ein: 12 Stunden Schicht, inklusive Dry Runs (Probetage mit Strohkandidaten), 3 Wochen durcharbeiten, Hotel am Meer. Überstunden, bzw. angerechnete Urlaubstage wurden voll vergütet!  Die Arbeit als Editor bei „IBES“ ist eine echte Herausforderung. Man muss technisch versiert und schnell mit dem Avid und auch den Effekten (Sapphire und Boris) umgehen können. Als Editor bringt man sich als volles Schnittteammitglied intensiv gestalterisch wie inhaltlich ein. Man muss im geloggten Rohmaterial mit dem Redakteur/der Redakteurin die Geschichte finden, sich besprechen und dann in der Schicht sein Item auf besprochenen Inhalt und auf Sendelänge schneiden und nachbearbeiten (FX, Musik, SFX, Verpackung, etc.). Bei „IBES“ wird den Schnittteams viel abverlangt. Zu der langen Arbeitszeit kommt der zeitliche Stress, das Klima in Australien, die Fülle an Material und ggf. das Warten auf Material. Dieses wird in 20-Minuten-Chunks 24/7 aufgezeichnet und durch australisch/britische Assistenten eingeladen, gegroupt und angelegt. Trotz dieser Voraussetzungen macht es großen Spaß, zu diesem Team dazuzugehören! Als guter Editor hat man sich über Jahre eine Festplatte voll mit ganz unterschiedlichen Musiken angelegt. Jede emotionale Stimmung kann dadurch abgedeckt/bedient werden.  So sind auf meiner HD nicht nur Produktionen von Sonoton, West One Music Group, Earmotion u.a. Ich verschneide viele Soundtracks, diverse Bands und teilweise (und nicht so gern) Charts. Letztere wären im Dschungel ein No-Go, da dort viel Wert auf Indie-Musik gelegt wird - bei DSDS oder auch PromiBigBrother hingegen ist das schon gern gesehen. BFS: Wie oft warst du in Australien? Hat die Arbeit bei „IBES“ deiner beruflichen Karriere geholfen? Seit meinem ersten „IBES“ war ich nun vier Mal in Australien dabei. Nach 2012 öffnete mir das Dschungelcamp bei diversen Produktionsfirmen und Formaten Türen. Viele Herstellungsleiter, Producer und Disponenten riefen mich danach an - es war tatsächlich ein Türöffner - da nicht jeder Editor für „IBES“ genommen und die Auswahl nicht nur durch die Produktionsfirma itv Germany, sondern auch von RTL (in dem Falle Markus Küttner) besprochen und getroffen wird. Inzwischen habe ich wirklich viele Einspieler und Shows bei unterschiedlichen Produktionen montiert: - Der Deutsche Comedypreis - Ich bin ein Star, holt mich hier raus! - Promi BigBrother - Deutschland sucht den Superstar - The Taste - Luke, die Woche und ich - Wer wird Millionär? - Die größten Schweizer Talente - Luke, die Schule und ich - Raab’s WOK WM - u.a. Den Showschnitt kann man schlecht als den Showschnitt über‘s Knie brechen! Denn die Arbeitsweisen sind unterschiedlich, je nach Art und je nach Einsatz des Editors. Nehmen wir Der Deutsche Comedy-Preis. Da werden Nominierungseinspieler, der Cold Opener (szenisch) und das szenische Spezial beim letzten Comedypreis 2017: „Mach meinen Gag“ montiert. Aber ich schneide auch die Sendung nach der AZ (Aufzeichnung)! Das ist noch mal etwas anderes. Wichtig ist: zur Aufzeichnung der Sendung war ich im Studio, um mir spätere Kürzungen zu notieren. Am Tag nach der AZ wurde die Sendung dann gekürzt und auf Länge gebracht, konfektioniert, abgenommen, Änderungen gemacht und exportiert auf XDCam. Dann warten auf die TA (Technische Abnahme) bei der CBC in Köln und dann Ausstrahlung. Während man manchmal für den Schnitt der Einspieler gebucht wird, kommen auch Aufträge für den Sendungsschnitt oder eben beides zusammen, dann wird man für einen längeren Zeitraum gebucht. Manchmal sitzt einem die Produktionsleitung im Nacken, da die Zeit gegen einen arbeitet und die Ausstrahlung schon einen Tag nach der AZ ist! Und manchmal arbeitet man die AZs runter und die Ausstrahlung ist erst Monate später (zum Beispiel: The Taste/DSDS/u.a.). BFS: Wenn man Dich als Editor für einen Kinofilm beschäftigt, was kannst Du aus Deiner Showerfahrung mitbringen, welche Erfahrungswerte, welche „Schulung“, die andere Editoren nicht vorweisen? SASCHA: Da ich alle Formate beherrsche und mich nicht festlege, wäre das Editieren eines Kinofilms oder einer fiktionalen Serie kein Hindernis, sondern ein weiteres Abenteuer, das ich meistere. So ist die Reality-Doku (Mein Lokal, dein Lokal / Hot der Schrott) vom Dreh her ähnlich: Viele Szenen werden in weiteren/anderen Einstellungen gedreht, dabei auf Anschlüsse geachtet.  Beim Kinofilm oder auch bei Serien ist die Handlung durch die Regie und das Drehbuch vorgegeben und wird im Schnitt abgearbeitet. Der Spielraum ist für den Editor begrenzt. (Dennoch stehen diese beiden noch auf meiner Agenda, weil ich große Lust darauf hätte!) BFS: Sich weiterzuentwickeln ist auch für Editoren enorm wichtig. Was machst Du? Gehst du viel ins Kino? Siehst Serien? Oder besuchst du Seminare? SASCHA: Das ist eine interessante Frage. Ich schaue sehr gerne gut gemachte Serien und Filme, vor allem auf Netflix und Amazon Prime. Dadurch lasse ich mich inspirieren, gerade im Bereich Effekte. Wenn es das Format und die Zeit zulassen, versuche ich diese Effekte nachzubauen. Beim letzten Dschungelcamp habe ich einige Items geschnitten, bei denen ich mich in Hinsicht auf Effekte und mit Sounds voll ausleben konnte. Die Dramaturgie ist meiner Meinung nach im Material, bzw. in der Geschichte und erzählt sich dann von selbst. Seminare habe ich noch nie besucht. Schnitt ist nicht nur Kunst. Schnitt ist eben auch Handwerk und ein Gespür, welches sich nicht unbedingt erlernen lässt. BFS: Lieber Sascha, vielen Dank, dass du dir so viel Zeit für uns genommen hast und uns einen wunderbaren Einblick in deine Arbeit gewährt hast.

Pensionskasse Rundfunk gewinnt portfolio institutionell Award

Do, 2018-04-12 19:11
Pensionskasse Rundfunk gewinnt portfolio institutionell Award: Zum zweiten Mal in Folge erhält sie damit eine der bedeutendsten Auszeichnungen für institutionelle Investoren in Deutschland. Der BFS gratuliert ganz herzlich! Pensionskasse Rundfunk gewinnt portfolio institutionell Award: Zum zweiten Mal in Folge erhält sie damit eine der bedeutendsten Auszeichnungen für institutionelle Investoren in Deutschland Am 12. April 2018 wurden in Berlin die diesjährigen portfolio institutionell Awards des gleichnamigen Finanzmagazins vergeben. Die Pensionskasse Rundfunk hat den Award in der Kategorie „Beste Pensionskasse“ erhalten.
Bereits 2017 wurde die Pensionskasse für das „Beste Risikomanagement“ ausgezeichnet.
„Die Pensionskasse Rundfunk zeichnet sich durch hohe Professionalität, gute Ergebnisse und den Anspruch, jedes Jahr besser zu werden, aus“, begründete Thomas Bauerfeind von Protinus die Auszeichnung in seiner Laudatio. Auch ihre überzeugende, konsequent strategische Ausrichtung hätten die Fachjury zu diesem ausgezeichneten Urteil kommen lassen, betonte der Laudator. Die beiden Vorstände der Pensionskasse, Martin Schrader und Frank Weidenbusch, nahmen die Auszeichnung bei der feierlichen Preisverleihung in Berlin entgegen. Die Freude ist groß: „Wir sind sehr stolz, dass wir zum zweiten Mal einen Award mit nach Hause nehmen dürfen. Das würdigt unsere Arbeit und bestätigt das große Vertrauen, das unsere Mitglieder – freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Film, Funk und Fernsehen, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und über 400 Produktionsunternehmen – uns entgegenbringen, auch in dieser, für die Altersversorgung nicht ganz einfachen Zeit“, erklärte Martin Schrader. Insgesamt kürte die unabhängige Expertenjury mit Vertretern aus Forschung und Praxis Preisträger in 13 Kategorien. Seit 2006 werden die Auszeichnungen jährlich mit der Intention vergeben, die Transparenz in der deutschen Kapitalanlage sowie den fachlichen Austausch zwischen Investoren, Finanzexperten und Finanzwissenschaftlern nachhaltig zu fördern. Die Veranstaltung, ergänzt durch eine ganztägige Fachkonferenz, ist die wichtigste jährliche Auszeichnung für institutionelle Investoren im gesamten deutschsprachigen Raum, so die Veranstalter. _______________________________________________________
Zur Pensionskasse Rundfunk:
Die Pensionskasse Rundfunk wurde 1971 von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und der Rundfunk-Fernseh-Film Union (heute Fachgruppe Medien in ver.di) gegründet. Sie hat rund 20.000 Mitglieder und verwaltet eine Kapitalanlagesumme von über 1,6 Milliarden Euro. Gespeist wird die kapitalgedeckte Altersversorgung aus Beiträgen, die von jedem Honorar bzw. Gehalt freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Pensionskasse Rundfunk abgeführt werden. Alle Arbeit- bzw. Auftraggeber – neben den Sendern auch mehr als 400 Produktionsunternehmen – geben ihre bAV-Beiträge in gleicher Höhe dazu. Mitglied in der Kasse können Film- und Fernsehschaffende werden, die als freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Trägerunternehmer tätig sind. Am 12. April 2018 wurden in Berlin die diesjährigen portfolio institutionell Awards des gleichnamigen Finanzmagazins vergeben. Die Pensionskasse Rundfunk hat den Award in der Kategorie „Beste Pensionskasse“ erhalten.
Bereits 2017 wurde die Pensionskasse für das „Beste Risikomanagement“ ausgezeichnet.
„Die Pensionskasse Rundfunk zeichnet sich durch hohe Professionalität, gute Ergebnisse und den Anspruch, jedes Jahr besser zu werden, aus“, begründete Thomas Bauerfeind von Protinus die Auszeichnung in seiner Laudatio. Auch ihre überzeugende, konsequent strategische Ausrichtung hätten die Fachjury zu diesem ausgezeichneten Urteil kommen lassen, betonte der Laudator. Die beiden Vorstände der Pensionskasse, Martin Schrader und Frank Weidenbusch, nahmen die Auszeichnung bei der feierlichen Preisverleihung in Berlin entgegen. Die Freude ist groß: „Wir sind sehr stolz, dass wir zum zweiten Mal einen Award mit nach Hause nehmen dürfen. Das würdigt unsere Arbeit und bestätigt das große Vertrauen, das unsere Mitglieder – freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Film, Funk und Fernsehen, die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und über 400 Produktionsunternehmen – uns entgegenbringen, auch in dieser, für die Altersversorgung nicht ganz einfachen Zeit“, erklärte Martin Schrader. Insgesamt kürte die unabhängige Expertenjury mit Vertretern aus Forschung und Praxis Preisträger in 13 Kategorien. Seit 2006 werden die Auszeichnungen jährlich mit der Intention vergeben, die Transparenz in der deutschen Kapitalanlage sowie den fachlichen Austausch zwischen Investoren, Finanzexperten und Finanzwissenschaftlern nachhaltig zu fördern. Die Veranstaltung, ergänzt durch eine ganztägige Fachkonferenz, ist die wichtigste jährliche Auszeichnung für institutionelle Investoren im gesamten deutschsprachigen Raum, so die Veranstalter. _______________________________________________________
Zur Pensionskasse Rundfunk:
Die Pensionskasse Rundfunk wurde 1971 von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und der Rundfunk-Fernseh-Film Union (heute Fachgruppe Medien in ver.di) gegründet. Sie hat rund 20.000 Mitglieder und verwaltet eine Kapitalanlagesumme von über 1,6 Milliarden Euro.   Gespeist wird die kapitalgedeckte Altersversorgung aus Beiträgen, die von jedem Honorar bzw. Gehalt freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Pensionskasse Rundfunk abgeführt werden. Alle Arbeit- bzw. Auftraggeber – neben den Sendern auch mehr als 400 Produktionsunternehmen – geben ihre bAV-Beiträge in gleicher Höhe dazu.   Mitglied in der Kasse können Film- und Fernsehschaffende werden, die als freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Trägerunternehmer tätig sind.

„Berlin und wir!“ gewinnt bei den International Emmy Kids Awards!

Do, 2018-04-12 18:20
Auch so kann Dokutainment sein: Marén Thomas, Editorin, BFS-Mitglied und kreative Geschäftsführerin von „Die Schnittmeister“ montiert diese coole Serie für Kids! Einfach vom Allerfeinsten. Wir gratulieren zu diesem  grandiosen Erfolg! Und natürlich dem gesamten Team von „Berlin und wir!“. Weiter so! Die nächste Staffel steht bereits an. BFS Geschäftsstelle

Interview Anne Wöhlert: Die Highspeed-Arbeit bei „Promi Big Brother“

Di, 2018-04-03 18:20
BFS: Liebe Anne, du arbeitest als Editorin in Köln, hast u. a. „Hot oder Schrott: Die Allestester“ oder „Promi Big Brother“ geschnitten. Bevor du den Beruf der Editorin gelernt hast, hast du deinen BA in Germanistik und Philosophie gemacht. Die Arbeit bei „Promi Big Brother“ für den neuen Produktionsriesen Endemol Shine Germany gefällt dir. Und fordert viel von dir. Es ist ein anspruchsvoller Job. Wie müssen wir uns das vorstellen? Wo arbeitet ihr? Ihr bekommt ja täglich Material. ANNE: Promi Big Brother ist ein sehr spannendes Format, das vom gesamten Team einiges abverlangt. Inklusive Proben ist die gesamte Postproduktion knapp drei Wochen täglich vor Ort. Alle Gewerke arbeiten hier sehr eng zusammen - inhaltlich aber auch örtlich gesehen. In den MMC Studios in Köln befinden sich dann Drehort, Regie, Schnitt, Tonstudio, Grafikabteilung, usw., also alles was man braucht. Das ist eine enorme logistische Herausforderung.  Die Regie ist rund um die Uhr besetzt und dort wird bereits der grobe Rahmen gesteckt für die Geschichten, die wir Editoren dann montieren. Alles was im PromiBB-Haus passiert, wird dort beobachtet und geloggt. Nun entscheidet der Show-Producer, welche Geschichten überhaupt geschnitten werden und in die Sendung kommen. Wir Editoren bekommen dann jeden Tag eine neue Geschichte auf den Tisch, als ALE.  BFS: Bei Shows muss ja alles etwas schneller gehen. Wie groß sind die Teams? Und wie arbeitet ihr zusammen? Wie sprecht ihr euch ab? Arbeitet ihr in Schichten? Habt ihr auch Assistenten? ANNE: Eine Produktion wie Promi BB braucht ein riesiges Team von Leuten, um so etwas stemmen zu können. Wie viele Leute insgesamt involviert sind, kann ich nicht sagen. Es sind aber grob geschätzt 10 Editoren plus jeweils ein Redakteur, die in Schichten gemeinsam schneiden. Es wird also rund um die Uhr geschnitten.  Die geloggten Geschichten (Items) werden bereits in ein LineUp gepackt, und es wird eine gewünschte Länge vorgegeben, die das Item haben sollte. So ergibt sich aus vielen Items die Sendung.  Jeder Editor arbeitet mit einem Schnittredakteur zusammen. Zu Schichtbeginn werden beide gebrieft: was so passiert ist im Haus und wie die geschnittene Geschichte dann so aussehen soll. Und dann wird geschnitten!
Das Material wird ebenso 24/7 nachgeladen und über die ALEs bekommen wir dann ganz grob die wichtigen Blöcke für unsere Geschichten in den Avid. Das kann Material von bis zu ein paar Stunden sein. Da das Material aber geloggt ist, kann man sich auch anhand der Timecodes durchhangeln. 
Die zu schneidenden Blöcke müssen erst gegroupt werden. Das Material besteht aus 2-4 Streams, die Streams beinhalten die von der Regie angewählten Kameras, die die Geschichte verfolgen (im PromiBB-Haus und im Außenbereich befinden sich ca 60 Kameras). Das Material ist also quasi von der Bildregie „vorgeschnitten“. Für jeden Kandidaten im Haus gibt es eine abgesteckte Tonspur, die in den zwei Streams liegt und angewählt werden muss.  Das Material ist zwar bildlich durch die Auswahl der Kameras „vorgeschnitten“, trotzdem müssen Editor/Redakteur durch die verschiedenen Streams, durch Auswahl der Schnittbilder etc. die Geschichte montieren.  Eine Schicht geht 10 Stunden und innerhalb dieser Zeit muss die Geschichte geschnitten, vom Sender abgenommen und gegebenenfalls auch noch geändert werden. Bei kurzen Geschichten macht man auch mal zwei.  Wichtig ist hier im Schnitt ein perfektes Zusammenspiel zwischen Editor und Redakteur. Man muss ziemlich schnell ein gutes Ergebnis erzielen und kann sich zeitlich kein Verrennen in die falsche Richtung erlauben. So arbeitet man zusammen so kreativ aber auch so schnell wie möglich.  Oft muss man sich auch mit den anderen Teams absprechen, weil jede Geschichte ja mit der vorherigen zusammenhängt.  Im Endschnitt wird dann aus den einzelnen Geschichten die Sendung zusammengebaut.  Alle Teams werden bei inhaltlichen Fragen aber auch von Line Producern betreut. Diese koordinieren auch die Abnahmen, fragen den Status ab und die Längen der Geschichten.  Manche Geschichten schaffen es auch gar nicht in die Sendung, weil zum Beispiel, während die Geschichte geschnitten wurde, im Haus noch etwas Stärkeres passiert ist. Dann fällt die weniger starke Geschichte aus der Sendung. Damit muss man leben können, denn die Sendung soll ja nur aus den stärksten Teilen des Tages bestehen. Es kann auch sein, dass man etwas anfängt und feststellt, dass die Geschichte sich nicht erzählt oder recht schwach wirkt und in Absprache mit dem Line Producer wird dann beschlossen, etwas anderes zu schneiden.  BFS: Kann jeder Editor Show schneiden? Oder muss man bestimmte Qualitäten besitzen, ohne die es nicht geht? ANNE: Gerade den Editoren wird hier einiges abverlangt. So muss der Editor in seinem Arbeitsfeld nicht nur technisch schnell und einwandfrei arbeiten, sondern sich auch inhaltlich und kreativ stark an der Gestaltung der Geschichte beteiligen.  Man weiß nie, was man auf den Tisch bekommt - eine emotionale, traurige Geschichte oder einen Streit, eine Liebesszene oder etwas Lustiges. Editor und Redakteur müssen auf alles vorbereitet sein und alles umsetzen können! Auch musikalisch muss man auf alles vorbereitet sein, für jede Emotion Musik parat haben. Man muss hohe Flexibilität, Kreativität, Schnelligkeit und natürlich Belastbarkeit durch den enormen Zeitdruck mitbringen.  Da sich die Zusammenarbeit zwischen Redakteur und Editor kreativ befruchten muss, werden die Teams durch die Produktionsfirma sehr bedacht zusammengestellt (wer kann mit wem?). Bei so einer intensiven Zusammenarbeit muss es zwischen Redakteur und Editor harmonieren – sie müssen sich kreativ beflügeln! So bestehen diese Teams teilweise schon seit mehreren Jahren!  Alles in allem macht es unglaublich Spaß, Teil dieses riesigen Arbeitsprozesses zu sein. Das ist wie ein Uhrwerk. Es ist unglaublich anstrengend, aber auch wahnsinnig aufregend. Alle arbeiten so eng verzahnt miteinander, alles muss funktionieren und alle wollen jeden Tag eine tolle Sendung abliefern! Das Spannendste ist, dass man nie weiß, was man am nächsten Tag schneiden wird. Es ist unglaublich anstrengend, aber auch wahnsinnig aufregend. Alle holen das Bestmögliche aus dem Material heraus, sind jeden Tag aufs Neue mit einer unglaublichen Hingabe dabei und geben wirklich alles!  Und es ist natürlich ein wunderbares Gefühl, dass man am Ende des Tages nach Hause fährt und etwas Schönes komplett fertig gestellt hat! BFS: Liebe Anne, vielen Dank für den spannenden Einblick in deine Arbeit!

Grimme-Preis-Meldung

Fr, 2018-03-16 10:52
Das Grimme-Institut hat die Preisentscheidungen für den 54. Grimme-Preis bekannt gegeben. Uns freut besonders, dass am 13. April in Marl Editoren des BFS für ihre herausragende Arbeit prämiert werden. Dr. Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme-Instituts, äußert sich auch sehr zufrieden mit der diesjährigen Auswahl: „Die Preisträgerinnen und Preisträger zeigen in hervorragender Weise einen großen Ausschnitt der Vielfalt der Formsprachen und Möglichkeiten, die das Medium Fernsehen zu bieten hat.“ Für ihre Arbeit an der Serie „Babylon Berlin“ (ARD Degeto/Sky/WDR) werden im Wettbewerb „Fiktion“ neben dem Editorenteam Alexander Berner BFS (Montage), Claus Wehlisch BFS (Montage) und Antje Zynga BFS (Montage) auch Henk Handloegten (Buch/Regie), Tom Tykwer (Buch/Regie/Filmmusik), Achim von Borries (Buch/Regie), Uli Hanisch (Szenenbild), Pierre-Yves Gayraud (Kostüm), Johnny Klimek (Filmmusik), Mario Kamien (Szenenmusik), Nikko Weidemann (Szenenmusik), Liv Lisa Fries (Darstellung), Volker Bruch (Darstellung) und Peter Kurth (Darstellung) ausgezeichnet. Mit der Preis für die Produktion „Sewol – Die gelbe Zeit“ (BR) würdigt die Jury einen Abschlussfilm junger FilmemacherInnen im Wettbewerb „Information & Kultur“. Hier werden neben Christoph Hutterer BFS (Montage) auch Minsu Park (Regie/Konzept), Britta Schwem (Buch) und Gregor Koppenburg (Buch) geehrt. Die Verleihung der 54. Grimme-Preise findet am 13. April 2018 im Theater der Stadt Marl statt und wird von 3sat zeitversetzt ab 22:25 Uhr im Fernsehen ausgestrahlt. Bereits ab 19:15 Uhr überträgt 3sat die Preisgala per Livestream auf 3sat.de. Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger!

Frank Müller erzählt über seine Arbeit an "Die defekte Katze"

Mo, 2018-02-19 14:30
Lieber Frank, du bist vor einiger Zeit in den BFS eingetreten. Wie schön, dass wir dich hier vorstellen können. Auf der Berlinale laufen gleich zwei Filme, die du geschnitten hast. Herzlichen Glückwunsch!
Seit wann arbeitest du als Editor?


Ich bin seit 2003 selbständiger Film Editor, davor war ich fünf Jahre bei ARRI in München.
 

Und woher kennst Du die Regisseurin Susan Gordanshekan?

„Die defekte Katze“ ist der Debütfilm von Susan Gordanshekan, ich kannte sie zuvor noch nicht, der Kontakt kam über einen gemeinsamen Freund und Regisseur, mit dem ich schon gearbeitet habe.


Jedes Filmprojekt ist eine kleine Welt für sich. Was war hier besonders?

Der Film ist sehr fein und reduziert erzählt, er befasst sich mit der Gefühlswelt von zwei jungen Menschen, die versuchen die „perfekte Ehe“ zu führen, obwohl sie sich kaum kennen. Besonders die leisen Momente im Film brauchen sehr viel Fingerspitzengefühl in der Montage um Spannung zu halten und Dynamik zu kreieren.


Was schneidest du lieber, Spiel- oder Dokumentarfilm?

Es ist ein komplett unterschiedliches Arbeiten, und genau diese Abwechslung finde ich das Spannende. #BFSfilmtipps Die defekte Katze

Gewinner FairFilmAward 2018

Fr, 2018-02-16 11:32
Im Rahmen des Diskussionsforum Film But Fair wurde heute in Berlin der FairFilmAward 2018 verliehen. Für die fairsten Arbeits- und Produktionsbedingungen im Jahr 2017 gewinnt in der Kategorie Spielfilm der Kinofilm DER VORNAME der Constantin Film AG von Regisseur Sönke Wortmann. Die Serie RENTNERCOPS produziert von der Bavaria Fiction GmbH erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Serie. Der FairFilmAward wird seit 2011 von der Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände DIE FILMSCHAFFENDEN und seit 2012 in Zusammenarbeit mit Crew United vergeben. Grundlage für die Auszeichnung ist eine umfassende Umfrage unter den projektbeteiligten Filmschaffenden. Eingebettet war die Verleihung des FairFilmAwards in das Diskussionsforum Film but Fair zum Thema Fairness in der Film- und Fernsehbranche mit Unterstützung der Pensionskasse Rundfunk und des Medienboards Berlin-Brandenburg sowie in Kooperation mit über 30 Branchenverbänden und ver.di. Mit der Verleihung des FairFilmAwards 2018 werden Beispiele dafür ausgezeichnet, dass Film und Fairness sich nicht widersprechen müssen.
Oliver Zenglein, Geschäftsführer von Crew United kommentiert: „Solange es in dieser Branche nicht überall fair zugeht, brauchen wir diesen Preis! Großartig ist, dass wir ihn in diesem Jahr im Namen von über 30 Verbänden und Organisationen und im Namen von ver.di vergeben. Der Einsatz für Fairness vereint uns alle. Aber eines muss man deutlich sagen: Alle Filmschaffenden müssen sich mehr engagieren, sich mehrheitlich organisieren und die Verbesserung ihrer Situation aktiv mitgestalten: In Verbänden, bei ver.di oder, wenn ihnen das lieber ist, in einem zu gründenden ‚Syndikat der Filmschaffenden‘. Sonst wird sich leider gar nichts ändern.“

Im Mai 2018 wird im Rahmen des DOK.fest München in Kooperation mit der AG DOK erstmals der FairFilmAward Non-Fiction verliehen.

FairFilmAward Fiction 2018 in der Kategorie Spielfilm

DER VORNAME
Produktion: Constantin Film AG  Regie: Sönke Wortmann
Produktionsleiter: Sebastian Fröhlich  Produzent: Tom Spieß


https://www.crew-united.com/?mov=231010

FairFilmAward Fiction 2018 in der Kategorie Serie
RENTNERCOPS (Folge 25-32)  Produktion: Bavaria Fiction GmbH  Regie: Thomas Durchschlag, Michael Schneider
Produktionsleiter: Andreas Thürnagel  Produzenten: Oliver Vogel, Peter Güde


https://www.crew-united.com/?mov=229759

Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen und Interviewwünschen an Marijana Harder (mail@marijanaharder.com, T: +49 177 79 42 871). 


Nominierungen für den FairFilmAward 2018: https://www.crew-united.com/downloads/2017_Fairness_Ergebnisse.pdf
Fairness-Kriterien FairFilmAward 2018: https://www.crew-united.com/downloads/Fairness_Kriterien.pdf
Branchenverbände als Partner: www.out-takes.de/index.php/2017/wir-suchen-die-fairste-filmproduktion-2017/

Dringende Petition der SAA zur europäischen Urheber-Gesetzgebung!

Sa, 2018-02-03 11:52
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Filmwerke werden zunehmend über die verschiedenen Online-Plattformen verbreitet. In vielen EU- Staaten, auch in Deutschland, erhalten die allerwenigsten Urheber dieser Filme dafür überhaupt eine, geschweige denn eine angemessene Vergütung. Wenn sich das in Zukunft ändern soll, dann unterzeichnet bitte diese Petition! Dabei geht es darum, einen unverzichtbaren, verwertungsgesellschaftspflichtigen Vergütungsanspruch für die Online-Nutzung in der EU-Richtlinie zu verankern. Wenn dies gelingt, könnte in Zukunft die VG Bild-Kunst  diesen Vergütungsanspruch für die Filmurheber wahrnehmen. Ende März 2018 wird die geplante EU-Richtlinie zum Urheberrecht den federführenden Rechtsausschuss des EU-Parlaments passieren. Die europäische Dachorganisation der Verwertungsgesellschaften  SAA hat angesichts dieser Dringlichkeit eine Petition gestartet, die der Politik klarmachen soll, was für die Urheber im AV-Bereich wichtig ist. Bereits gezeichnet haben neben vielen bekannten europäischen Namen: Margarete von Trotta, Oliver Hirschbiegel, Hans Werner Geissendörfer, Caroline Link… Hier geht es zur Petition

Pensionskasse Rundfunk: Erweiterung Limburger Lösung

Fr, 2018-02-02 18:20
Pensionskasse Rundfunk: Auftraggeberbeiträge nun auch bei geförderten Fernseh-Koproduktionen Erweiterte Limburger Lösung unterzeichnet 
Bereits am 27. September 2017 trafen sich Vertreter von ARD, ZDF, Produzentenallianz, Filmförderinstitutionen, BFFS, ver.di und der Pensionskasse Rundfunk (PKR) in Frankfurt, um einen noch offenen Punkt der bereits 2016 verhandelten Limburger Lösung zu klären: Wie wird die Beitragspflicht für geförderte Produktionen geregelt? Nach rascher Einigung aller Beteiligten, zukünftig auch für fernsehgeförderte Koproduktionen Anstaltsbeiträge an die PKR abzuführen, wurde die Ergänzung zur Limburger Lösung nun unterzeichnet und tritt rückwirkend zum 1. Januar 2018 in Kraft.   Geltungsbereich Limburger Lösung 2016: Voll- und teilfinanzierte Auftrags- und Koproduktionen Die nach ihrem Verhandlungsort Limburg benannte „Limburger Lösung“ war am 1. November 2016 in Kraft getreten. Die bereits unterzeichnete Vereinbarung sieht vor, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten denjenigen Produzenten, die Beiträge an die Pensionskasse Rundfunk abführen, bei voll- und teilfinanzierten Auftragsproduktionen die PKR-Beiträge zu 100 Prozent auf Nachweis erstatten. Bei Fernseh-Koproduktionen teilen sich Sender und Produzenten die Anstaltsbeiträge je nach Höhe ihres Finanzierungsanteils.    Erweiterung der Limburger Lösung 2017: Aufnahme der geförderten Fernseh-Koproduktionen
Im September 2017 kam es zur erneuten Gesprächsaufnahme. Gegenstand war nun die Klärung der Zahlung und Erstattung von PKR-Anstaltsbeiträgen bei geförderten Fernseh-Koproduktionen. Analog zu den Koproduktionen ohne Förderung erstatten ARD und ZDF den Produzenten auch in diesem Fall die Pensionskassen-Beiträge in Höhe ihres jeweiligen Finanzierungsanteils. Neu ist die Zusage der Produzenten, künftig ihre und die auf die Fernsehförderung entfallenden Anstaltsbeiträge an die Pensionskasse Rundfunk abzuführen. Zuvor hatten die Förderinstitutionen darauf hingewiesen, dass die Produzenten die Beiträge wirksam in die Kostenkalkulation gegenüber der Fernsehförderung einstellen können.    Verbindlichkeit und Sicherheit für alle PKR-Mitglieder Die Branche begrüßt die finale Einigung. „Sie schafft endgültig die lang ersehnte Klarheit und sichert so das Modell Pensionskasse Rundfunk, das auf Sicherheit und Vertrauen aufgebaut ist.“, kommentiert Vorstandsvorsitzender Martin Schrader den Verhandlungserfolg. ____________________________________________________________________________ Zur Pensionskasse Rundfunk: Die Pensionskasse Rundfunk wurde 1971 von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und der Rundfunk-Fernseh-Film Union (heute Fachgruppe Medien in ver.di) gegründet. Sie hat 20.000 Mitglieder und verwaltet eine Kapitalanlagesumme von über 1,6 Milliarden Euro. Ihr Sitz ist in Frankfurt am Main.   Gespeist wird die kapitalgedeckte Altersversorgung aus Eigen- und Anstaltsanteilen der Mitglieder. Von jedem Honorar oder Gehalt freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen vier oder sieben Prozent an die Pensionskasse Rundfunk; Sender und Produktionsunternehmen geben ihre Anstaltsbeiträge in gleicher Höhe dazu und überweisen automatisch beide Anteile an die Pensionskasse.  Anstaltsmitglieder sind alle öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands sowie über 300 Produktionsunternehmen.   Ordentliches Mitglied kann jede bzw. jeder werden, der mindestens 18 Jahre alt ist und für Rundfunkanstalten oder teilnehmende Produktionsunternehmen arbeitet und dort nicht unbefristet fest angestellt ist. Also freie Mitarbeiter, feste Freie sowie befristet Angestellte und Teilzeitbeschäftigte.  Pensionskasse Rundfunk VVaG Leitung Marketing und Kommunikation
Bertramstr. 8
60320 Frankfurt am Main Fon +49 69 155-2228 Fax +49 69 155-6079   iris.gebing@pkr.de  
www.pkr.de     
Sitz des VVaG: Frankfurt am Main  
Aufsichtsbehörde: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Reg. Nr. 2225  
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Berthold Tritschler
Vorstand: Martin Schrader (Vorsitzender), Frank Weidenbusch

VERBÄNDE PRO TARIF auf der Berlinale 2018

Do, 2018-02-01 16:01
Der BFS nimmt derzeit an den Tarifverhandlungen ver.dis mit der Produzentenallianz teil. Neben der unmittelbaren Wirkung für auf Lohnsteuer arbeitende EditorInnen wird sich eine Verbesserung des Tarifvertrages auch auf die Honorar- und Arbeitsbedingungen der Rechnungssteller auswirken. Wir sollten uns daher alle gemeinsam für die Forderungen stark machen, die da lauten: 1. Gagenerhöhung um 6 %, Mindesterhöhung der Wochengage um 50 €, beides ab 2018 p.a. 2. Begrenzung der Höchstarbeitszeit auf 12 Std. Das ist für uns ein Knackpunkt zum Abschluss des Manteltarifvertrages! 3. Zuschläge für Mehrarbeit 25 % (11. und 12.), 100 % (13.), 150 % (14.), 200 % (>14.) 4. Je nach Ausmaß des Zeitkontos ein zusätzlicher Urlaubsanspruch. 5. Aus unserer Sicht ist eine komplette redaktionelle Überarbeitung des TV FFS notwendig. An dem Vertrag wurde schon so viele Jahre rumgebastelt, dass er in großen Teilen überhaupt nicht verständlich und dann auch noch voller Widersprüche ist. Unser Ziel ist es, dass wir ab 2019 einen neuen präzise formulierten, für jedermann verständlichen TV FFS in Kraftsetzen. Ein weiterer für uns sehr wesentlicher Punkt ist der Ausschluss der „Rosinenpickerei“, also die Einhaltung aller Regelungen des Tarifvertrages. Viele Produzenten haben in der  Vergangenheit nur die für sie positiven Punkte in die Arbeitsverträge aufgenommen wie z.B. die längeren Arbeitszeiten und die für uns wichtigen Punkte wie damit zusammenhängende Zuschläge und höhere Gagen ignoriert. Damit soll jetzt Schluss sein. Die Verhandlungen dieser Punkte gestalten sich nach den ersten zwei Sitzungen mit der Produzentenallianz erwartungsgemäß schwierig, aber im Großen und Ganzen positiv. Weitere Termine sind bis Ende März 2018 angesetzt. Wir als BFS engagieren uns parallel auch mit anderen Berufsverbänden in der AG “Verbände PRO Tarif”- deren Forderungen im Kern ähnlich, aber weitaus umfangreicher sind als die des ver.di Tarifausschusses. Hier könnt Ihr euch schlau machen: https://verbaende-pro-tarif.de/tvffs-ueberarb-detail. Nicht alle diese Forderung betreffen uns als BFSler, aber hier geht es auf lange Sicht um mehr: um die Solidarität aller TV_und Filmschaffenden und um unser gemeinsames Ziel: die Arbeitsbedingungen der gesamten Branche zu verbessern Wir sehen diese Initiative, unter dem Motto – mehr Gesundheit, mehr Lebenszeit - als Rückenstärkung und Inspiration für ver.di und werden sie mit Buttons, Bannern und weiteren Pressemitteilungen während der Berlinale intensivieren. Es liegt in der Natur solcher übergreifender Unternehmungen, dass sie nicht überall auf Gegenliebe stoßen, aber als Filmarbeiter müssen wir unseren Forderungen und Wünschen in Zukunft mit mehr Präsenz Ausdruck verleihen und uns gegenseitig unserer Solidarität versichern. Nur als große Gemeinschaft werden wir große Dinge bewegen, statt weiterhin bewegt zu werden.

GroKo-Sondierung

Do, 2018-02-01 08:11
Union und SPD haben sich auf Koalitionsverhandlungen und gemeinsame Ziele für die laufende Legislaturperiode geeinigt. Wenn der SPD-Parteitag am Sonntag, den 21.01.2018 zustimmt, rechnen wir fest mit einer entsprechenden Regierungsbildung, denn davon hängt das politische Schicksal nicht nur von Angela Merkel, sondern auch von Martin Schulz und Horst Seehofer ab. Die folgenden Zeilen auf Seite 13 des Ergebnispapiers sind die wichtigsten Ergebnisse für uns Selbstständige: „Um den sozialen Schutz von Selbständigen zu verbessern, wollen wir eine gründerfreundlich ausgestaltete Altersvorsorgepflicht für alle Selbständigen einführen, die nicht bereits anderweitig abgesichert sind. Dabei sollen diese zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und – als Opt-out-Lösung – anderen geeigneten insolvenzsicheren Vorsorgearten wählen können. Zudem werden wir die Mindestkrankenversichungsbeiträge für kleine Selbstständige reduzieren.“ Wir erklären im Folgenden, was dies für uns bedeutet und wofür wir in den nächsten Monaten kämpfen sollten. Dazu ist uns deine Meinung wichtig: Teilst du unsere Schlussfolgerungen und Forderungen? Wir freuen uns über dein Feedback!   Überprüfung des „Werkvertragsgesetzes“ im Jahr 2019 Den Begriff der Scheinselbstständigkeit und auch des Statusfeststellungsverfahrens sucht man im Ergebnispapier zwar vergebens. Auf Seite 8 heißt es aber: „Wir wollen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz 2019 evaluieren.“ Im diesem – allgemein auch „Werkvertragsgesetz“ genannten Gesetz wurde der Arbeitnehmerbegriff in Abgrenzung zur Selbstständigkeit neu definiert, der Streit darum hat die schon zuvor bestehende Rechtsunsicherheit weiter verschärft. Während die Jamaika-Sondierer bereits eine Entbürokratisierung des Statusfeststellungsverfahrens beschlossen hatten, wollen Union und SPD nun erst einmal prüfen, ob es Korrekturbedarf gibt. Dabei müsste bei einer ehrlichen Evaluation dieser Korrekturbedarf überdeutlich werden. Nur: Nachdem die große Koalition im April letzten Jahres die neue Gesetzeslage selbst beschlossen hatte, ist mit übertriebener Selbstkritik  schwerlich zu rechnen. Was wir möglicherweise trotzdem schon im Vorfeld erreichen können, dazu unten mehr!   Großer Erfolg: Absenkung der Mindestbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung Erfreulich ist dagegen die Senkung der Mindestbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Dafür haben wir uns im letzten Jahr mit aller Kraft eingesetzt – die Senkung ist ein Riesenerfolg für den VGSD und alle, die mit uns gekämpft haben! Die Absenkung ist zwingende Voraussetzung dafür, Lösungen auch im Bereich der Altersvorsorgepflicht und in der Folge davon in Bezug auf die Scheinselbstständigkeit zu erreichen. Wie hoch die Absenkung ausfällt, steht nicht im Ergebnispapier. Wir werden für eine Mindestbemessungsgrenze von 450 Euro – wie bei Angestellten – kämpfen. Nur so lässt sich bei Teilzeitselbstständigen und Selbstständigen mit geringem Einkommen eine finanzielle Überforderung durch Krankenversicherungs-Mindestbeiträge und Altersvorsorgepflicht vermeiden. Wir werden das Momentum unserer Kampagne nutzen, um auch den Abbau weiterer Ungleichbehandlungen (insbesondere der höheren Bemessungsgrundlage bei Selbstständigen) zu fordern.   Altersvorsorgepflicht mit (begrenzten) Alternativen zur Deutschen Rentenversicherung Unter den gegebenen Umständen ebenfalls erfreulich ist, dass nicht – wie von uns zwischenzeitlich befürchtet – eine Renten-, sondern „nur“ eine Altersvorsorgepflicht beschlossen wurde. Eine reine Rentenversicherungspflicht wäre – wenn überhaupt – für uns nur akzeptabel gewesen, wenn dann tatsächlich alle Berufsgruppen, auch z. B. Beamte, Abgeordnete, Richter und Soldaten, einbezogen worden wären. Es wird also neben der Einzahlung in die Rentenversicherung auch die Möglichkeit geben, auf andere Weise vorzusorgen („opt-out“). Diese private Vorsorge muss jedoch insolvenzsicher geschehen. Dies ist momentan zum Beispiel bei Basisrenten („Rürup-Rente“) und Direktversicherungen gegeben. Auf Direktanlagen in Immobilien und Investmentfonds trifft es nicht zu. Wir werden uns dafür einsetzen, dass hier möglichst breite Wahlmöglichkeiten bestehen und diese nicht zu eng gefasst werden. Attraktiv fänden wir zum Beispiel die Möglichkeit, auch in berufsständische Versorgungswerke anzulegen, die bisher allerdings nur kammerpflichtigen Selbstständigen offenstehen.   Gründer müssen nicht von Anfang an voll bezahlen Der Begriff „gründerfreundlich“ deutet darauf hin, dass nach der Gründung die Altersvorsorgepflicht nicht sofort in vollem Umfang, sondern verzögert oder gestaffelt greift. Das ist positiv, denn in der Gründungsphase benötigen Selbstständige jeden Euro, um Investitionen in den Geschäftsaufbau und den zugleich bestehenden Lohnausfall kompensieren zu können. Es ist sinnvoll, sie dann schrittweise an die Altersvorsorge heranzuführen.   Wer ist betroffen? Wer der neuen Pflicht unterliegen wird und wer nicht, das ist eine der spannendsten und wichtigsten Fragen für die Akzeptanz der Regelung. – Alle bzw. nur die Selbstständigen, „die nicht bereits anderweitig abgesichert sind“, heißt es im Ergebnispapier. Als bereits abgesichert gelten dürften zum einen die bereits jetzt obligatorisch abgesicherten Selbstständigen, insbesondere
  • die kammerpflichtigen Freiberufler, die in berufsständische Versorgungswerke einzahlen müssen (bzw. dürfen),
  • Landwirte, die über ein eigenes Sozialversicherungssystem (SVLFG) verfügen,
  • selbstständige Künstler und Publizisten, die via Künstlersozialkasse in der Deutschen Rentenversicherung (DRV) pflichtversichert sind,
  • die schon jetzt in der DRV pflichtversicherten selbstständigen Lehrer, Handwerker (zeitlich begrenzt) sowie weitere Berufsgruppen. In Bezug auf diese werden wir uns dafür einsetzen, dass auch sie von den Opt-out-Möglichkeiten profitieren!
  Was ist mit bereits Selbstständigen? Wer bisher nicht obligatorisch in eines dieser Systeme einzahlen musste, hat zumeist privat für das Alter vorgesorgt und sich darauf verlassen, dass er oder sie auch weiterhin den dafür aufgenommenen Immobilienkredit abzahlen, den auf Jahrzehnte abgeschlossenen privaten Rentenversicherungsvertrag bedienen kann usw. Wenn man die Formulierung im Sondierungspapier ernst nimmt, müssten auch diese Selbstständigen außen vor bleiben, denn auch sie haben ja „bereits anderweitig vorgesorgt“. Ansonsten würde man sie dafür bestrafen, dass sie langfristig für ihr Alter Vorkehrungen getroffen haben. In der Vergangenheit gab es mehrfach Planungen, nur Selbstständige oberhalb eines bestimmten Alters zu verschonen. Dies erscheint uns nicht ausreichend, denn z. B. auch ein Handwerker, der sich in jungen Jahren selbstständig macht und mit einer Immobilie für sein Alter vorsorgt, verdient Rechtssicherheit. Eine Einzelfallprüfung der Vermögensverhältnisse von Millionen von Selbstständigen daraufhin, ob ihre Altersvorsorge hoch genug ist oder nicht, und auch daraufhin, was daraus an Vorsorgepflichten folgt, wäre mit einem enormen Verwaltungsaufwand und Prozessrisiko verbunden. Diese Form von Bürokratie bleibt uns hoffentlich erspart. Die einfachste und pragmatischste Lösung wäre es deshalb, nur künftige Selbstständige in die Altersvorsorgepflicht einzubeziehen. Im Gegensatz zu bereits Selbstständigen könnten sie die Entscheidung für oder gegen die Selbstständigkeit in Kenntnis der neuen Regelungen treffen und hätten die Möglichkeit, sich auf diese einzustellen. Bestehenden Selbstständigen würde weiterhin die Möglichkeit einer freiwilligen Absicherung in der DRV offenstehen. Das wollen wir fordern.   Beitragssatz und Bemessungsgrundlage Der Beitrag muss einkommensabhängig festgelegt werden mit einer Mindestbemessungsgröße von 450 Euro. Auf keinen Fall darf man den Fehler wiederholen, hohe Mindestbeiträge zu erheben. Bei der Beitragsbemessung anhand des Gewinns muss berücksichtigt werden, dass dieser dem Arbeitgeber-Brutto entspricht, also den Arbeitgeber-Anteil zur Sozialversicherung enthält und damit rund 20 Prozent höher ist als das Arbeitnehmer-Brutto und damit die Bemessungsgrundlage bei Angestellten. Deshalb muss man den Gewinn entweder zunächst um diese 20 Prozent kürzen oder aber einen niedrigeren Beitragssatz für Selbstständige festlegen. Einem Beitragssatz zur DRV von 18,6 Prozent für Angestellte entspräche demnach ein Beitragssatz von 15,5 Prozent für Selbstständige. Dies ist wohlgemerkt keine Vergünstigung für Selbstständige, sondern der niedrigere Beitragssatz gleicht lediglich die höhere Bemessungsgrundlage aus. Eine analoge Korrektur der Bemessungsgrundlage bzw. des Beitragssatzes müssen wir dann allerdings auch für die Kranken- und Pflegeversicherung erreichen (vergleiche oben). Nur so kann vermieden werden, dass sich Steuern und Beiträge bei Selbstständigen zu einer Grenzbelastung von  über 50 Prozent des Einkommens addieren.   Gilt wie bisher der „halbe Regelbeitrag“ oder zahlt man künftig bis zur Beitragsbemessungsgrenze? Eine weitere, ganz entscheidende Frage ist, ob Selbstständige wie bisher bei der freiwilligen Mitgliedschaft ihre Zahlungen auf den so genannten „halben Regelbeitrag“ beschränken können oder ob sie – als (dann) Pflichtmitglied – bis zur Beitragsbemessungsgrenze einen prozentualen Beitrag zahlen müssen. Wir vermuten von der Formulierung her, dass letzteres geplant ist. Das könnte teuer werden. Entsprechend müssen wir hier Klarheit gewinnen und dies auch miteinander diskutieren. Bitte nutzt die Kommentarfunktion unten …   Im Gegenzug wollen wir Rechtssicherheit! Die Einführung einer Altersvorsorgepflicht bzw. einer „Rentenversicherungspflicht mit Opt-out“ bedeutet einen starken Einschnitt für uns Selbstständige, der unsere bisherige finanzielle Selbstbestimmung deutlich einschränkt. Wir sollten ihn nur akzeptieren, wenn wir im Gegenzug endlich Rechtssicherheit in Bezug auf Scheinselbstständigkeit erhalten. Das Statusfeststellungsverfahren muss sich auf die Bekämpfung echten Missbrauchs konzentrieren. Maßstab dabei sollte insbesondere die Höhe des Verdienstes im Verhältnis zu vergleichbaren Tätigkeiten im Angestelltenverhältnis sein. Wer pro Stunde deutlich mehr verdient als vergleichbare Angestellte, sollte nicht nachträglich als scheinselbstständig klassifiziert werden können. Das Verfahren sollte stärker die Wünsche und Eigeneinschätzung der betroffenen Selbstständigen berücksichtigen, und abweichende Entscheidungen sollten Wirkung nur für die Zukunft und nicht weit in die Vergangenheit haben. Die Bereitschaft der DRV, ein rechtssicheres und weniger bürokratisches Statusfeststellungsverfahren einzuführen, dürfte mit Einführung einer Altersvorsorgepflicht deutlich zunehmen. Die zu schaffende Rechtssicherheit muss dann allerdings für alle Selbstständigen gelten, auch für diejenigen, die z. B. aufgrund ihres Alters oder ihrer bereits bestehenden Selbstständigkeit von der Altersvorsorgepflicht befreit sind.   Fazit Sowohl die Absenkung der Mindestbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung als auch die Verhinderung einer Rentenversicherungspflicht nur für Selbstständige sind große Erfolge; für diese haben wir (und andere) lange gekämpft. Wir müssen uns nun auf die Einführung einer Altersvorsorgepflicht einstellen. Weder kommt eine Bürgerversicherung unter Einbeziehung der Beamten noch eine Rentenversicherungspflicht nur für Selbstständige noch können wir den bisherigen Status quo realistischerweise bewahren. In diesem sich neu ergebenden Rahmen müssen wir nun den Schwerpunkt darauf setzen, eine möglichst sinnvolle und für uns bezahlbare Umsetzung der Altersvorsorgepflicht zu erreichen ­– und die Chancen nutzen, die sich aus der Neuregelung ergeben  (z. B. Opt-out auch für Handwerker und Trainer). Die daraus u. E. resultierenden Forderungen und Positionen haben wir im Beitrag beschrieben. Wir sind gespannt auf eure Meinung dazu und werden versuchen, auf möglichst viele Fragen und Anregungen direkt zu antworten. Auf Grundlage dieses Dialogs mit euch werden wir dann die vorgeschlagenen Positionen prüfen und ggf. ändern und ergänzen. Beitrag von Andreas Lutz

VERBÄNDE PRO TARIF erhöhen den Druck

Sa, 2018-01-27 11:12

(Berlin/München, 23.01.2018)

Die Tarifverhandlungen für ca. 25.000 Filmschaffende in Deutschland werden am 25. Januar in München fortgesetzt. Im Rahmen der Initiative "Verbände PRO Tarif" stärken mehrere Berufsverbände der ver.di mit einem Forderungskatalog und einer detailierten Analyse des bisherigen Tarifvertrages für auf Produktionsdauer beschäftigte Film- und Fernsehschaffende den Rücken.

 

"Verbände PRO Tarif" hatten im November 2017 einen Forderungskatalog vorgelegt. Die zeitgleich von der ver.di- Filmunion unter ihrem Verhandlungsführer Matthias von Fintel in die Verhandlungen eingebrachten und in einer Mitteilung veröffentlichten Forderungen setzen zwar ähnliche Schwerpunkte wie "Verbände PRO Tarif", differieren in wesentlichen Teilen jedoch erheblich. Die Berufsverbände unterstreichen nachdrücklich, dass die Filmschaffenden von einem neuen Tarifvertrag deutliche und vor allem tatsächlich wirksame Verbesserungen erwarten.

 

So geht aus der ver.di-Mitteilung nicht hervor, wie die geforderte Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf 12 Stunden umgesetzt werden soll. Die von ver.di genannten Mehrarbeits-Zuschläge reichen zur Entfaltung einer effektiven Steuerungswirkung keinesfalls aus: Die Berufsverbände fordern eine andere Staffelung mit steilerer Progression, um die extremen Arbeitsstunden tatsächlich wirksam zu reduzieren. Mit 25% für die 11. Stunde, 50% für die 12. Stunde, 100% für die 13. Stunde und 200% für jede darüber hinausgehende Stunde werden zusätzliche Drehtage statt ausufernder Mehrarbeit attraktiver. Ziel muss nicht nur eine Begrenzung auf 12 tägliche Arbeitsstunden sein, wie ver.di fordert, sondern auch, dass bereits über 10 Stunden hinausgehende tägliche Arbeitszeiten seltener werden und über 13 Stunden hinaus nur in ganz seltenen Ausnahmefällen gearbeitet wird. Die von "Verbände PRO Tarif" geforderten Zuschläge haben diese Regelungskraft.

Um die Arbeitsbedingungen in der Filmproduktion sozial- und familienverträglich zu gestalten, muß auch die Arbeit an Wochenenden - bzw. über fünf Tage pro Woche hinaus - sowie die häufige Nachtarbeit reduziert werden. Beispielsweise gibt es kein Wochenende, wenn durch Nachtarbeit von Freitag bis Samstagmorgen bei frühem Arbeitsbeginn am Montag nur ein komplett freier Erholungstag bleibt. Auch die nach wie vor existierenden zahlreichen Pauschalverträge, die den Tarifvertrag meist drastisch unterlaufen, müssen der Vergangenheit angehören. Von solchen grundlegenden Forderungen ist bei ver.di genausowenig zu lesen, wie zu den Themen finanzielle Kompensation bei Drehverschiebung oder eingeschränkten bzw. nicht gewährten Pausen - sowie zur Altersvorsorge durch die Pensionskasse. Auch Kino-, Kino-Koproduktionen und Produktionen für Privatsender sind in die Regelungen zur Pensionskasse mit einzubeziehen. Entgegen anderslautenden Darstellungen sind genau diese Produktionsformen bislang von der Zahlungspflicht ausgenommen. Die Filmschaffenden erwarten hier ein klares Bekenntnis der Produktionswirtschaft zur Solidarität!

Das Ansinnen der ver.di-Filmunion, den Tarifvertrag erst in "nachgelagerten" Gesprächen mit der Produzentenallianz insgesamt neu zu formulieren, ist aus Sicht der Verbände vollkommen unzureichend und realitätsfern. Inhaltliche Korrekturen, die im Rahmen der Verhandlungen erreicht werden, und redaktionelle Verbesserungen, die den Tarifvertrag verständlich machen, sind so eng miteinander verzahnt, dass eine nachgelagerte redaktionelle Überarbeitung über Kosmetik kaum hinausginge. Wer "mit der besseren Verständlichkeit des Tarifvertrags" dessen Anwendbarkeit verbessern will, muss die Neuformulierung des Textes im Rahmen der Verhandlung leisten, um glaubwürdig zu bleiben.

Die Initiative "Verbände PRO Tarif" hat den gesamten bestehenden Manteltarifvertrag im Detail analysiert und herausgearbeitet, was verändert werden muss, um ihn allgemeinverständlich, leichter anwendbar und gerechter zu machen. Das Ergebnis der Analyse kann in übersichtlicher Form eingesehen werden und steht den Tarifvertragsparteien zur Verfügung, sofern sie wirksame Verbesserungen anstreben.

Die Überarbeitungsvorschläge der Verbände PRO Tarif finden Sie hier: https://verbaende-pro-tarif.de/tvffs-ueberarb-detail

Für Rückfragen stehen Ihnen die Verbands-Geschäftsstellen zur Verfügung:
BFS – Bundesverband Filmschnitt Editor Tel: 030 - 23633866

BVK – Berufsverband Kinematografie Tel: 089 - 34019190

VSK – Verband der Berufsgruppen Szenenbild und Kostümbild Tel: 089 – 6493139

Mit Dank für die redaktionelle Berücksichtigung dieser Pressemeldung und freundlichen Grüßen

Verbände PRO Tarif

Pressemeldung Verbände PRO Tarif (PDF)

Wir gratulieren: Bayerischer Filmpreis an Stephan Krumbiegel

Sa, 2018-01-27 10:13
Peter Degener in der Märkischen Allgemeine vom 24. Januar 2018:   Babelsberg. Der Filmeditor und Professor der Babelsberger Filmuniversität Stephan Krumbiegel ist mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet worden. Gleich für zwei parallel entstandene Dokumentationen wurde Krumbiegel bereits am Freitag in München geehrt. „Beuys“ und „Peter Handke – Bin im Wald. Kann sein, daß ich mich verspäte...“ heißen die zwei Filme, für deren Schnitt Krumbiegel den Filmpreis erhalten hat. Der Bayerische Filmpreis wird seit 1980 jährlich von der Bayerischen Staatsregierung verliehen. Nach dem Deutschen Filmpreis ist er die höchstdotierte Auszeichnung für Kinofilme in Deutschland. Der 53-jährige Berliner Krumbiegel unterrichtet seit 2007 Schnitt an der Babelsberger Filmuniversität. Er legt wert auf die Feststellung, dass er den Schnitt von „Beuys“ nicht allein bewerkstelligt hat. „Einer meiner Potsdamer Absolventen, Olaf Voigtländer, hat mit mir bei diesem Projekt völlig gleichgestellt gearbeitet“, sagt Krumbiegel, dem der Filmpreis allein verliehen wurde, weil damit zugleich auch das Handke-Projekt gewürdigt werden sollte. „Dokus werden selten für ihre Kamera oder ihren Schnitt ausgezeichnet. Diese Anerkennung ist selten und freut mich deshalb für das ganze Sujet der Dokumentation“, sagt Krumbiegel. Die Jury hat vor allem die gegensätzliche Montage beider Filme hervorgehoben. Der Film über den Künstler Joseph Beuys von Regisseur Andres Veiel ist fast vollständig aus Archivmaterial zusammengesetzt. „Es ging darum den Künstler sprechen und erklären zu lassen und keinen Erzähler zu bemühen. Die Montage ist selbst sehr ausgestaltet und expressiv“, erklärt Stephan Krumbiegel. Mit bereits über 90?000 Kino-Zuschauern zählt „Beuys“ zu den erfolgreichsten deutschen Dokumentationen der jüngeren Vergangenheit. Die Dokumentation befindet sich derzeit in der Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis. Die Begegnung der Filmemacherin Corinna Belz mit dem noch lebenden Schriftsteller Peter Handke sei im Gegensatz dazu eher leise. „Hier war es im Schnitt die Herausforderung gewesen, diesen manchmal störrischen, bockigen Menschen nicht zu verfälschen und dem Zuschauer ein Gefühl für seine Persönlichkeit zu geben“, sagt Krumbiegel. Zwei Jahre lang arbeitete er im steten Wechsel an den beiden Projekten und ließ sich dafür unbezahlt von der Filmuniversität freistellen. Auch mit dem Maler Gerhard Richter ist Krumbiegel bereits durch die preisgekrönte Dokumentation „Gerhard Richter Painting“ verbunden.  „Ich mache aber auch politische Filme. Derzeit bereite ich ein Projekt vor, dass sich mit der Robotik und dem Zusammenleben von Menschen und Robotern in unserer Gesellschaft beschäftigt“, kündigt er an. Auf den bald beginnenden 68. Berliner Filmfestspielen wird Mitte Februar auch sein jüngstes Projekt in der Sektion Forum gezeigt: „SPK Komplex“ handelt vom Sozialistischen Patientenkollektiv – einer umstrittenen Patienten- und Therapiegemeinschaft. „Das ist eine bislang unerzählte Geschichte der Radikalisierung in den Siebzigerjahren, zeitgleich zur Rote Armee Fraktion“, sagt Krumbiegel.

Berlinale 2018

Do, 2018-01-18 14:27
Wettbewerb: Christian Petzold, Emily Atef, Lance Daly, Marcelo Martinessi, Cédric Kahn, Adina Pintilie, Markus Imhoof, Mani Haghighi, Måns Månsson und Axel Petersén, David und Nathan Zellner im Wettbewerbsprogramm.
Weitere Details zum Festivalprogramm 2018 unter https://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/programmsuche.php

BVK und Mediengruppe RTL Deutschland einig: Kameraleute werden beteiligt

Di, 2018-01-16 15:46

Die Gemeinsamen Vergütungsregeln (GVR) „Primetime Fiction“ legen Zusatzvergütungen für bildgestaltende Kameraleute solcher fiktionaler Programme der Sender RTL und VOX fest, die für die Primetime hergestellt und mit gutem Publikumserfolg ausgestrahlt werden bzw. höhere Lizenzerlöse für den Sender erbringen. Auch Nutzungen über das Internet werden berücksichtigt und tragen zum Erreichen der Schwellenwerte für Zusatzzahlungen an die Bildgestalter bei.

Jörg Graf, COO Program Affairs Mediengruppe RTL Deutschland: „Wir setzen bei der Mediengruppe RTL weiterhin einen Fokus auf Inhalte, die wir in Deutschland mit unseren Partnern produzieren. Dieser Anteil wird kontinuierlich ausgebaut. Wir verstehen das auch als klares Signal an den Standort und den Stellenwert der Kreativwirtschaft in Deutschland. In diesem Zusammenhang freut es uns umso mehr, dass wir nun mit dem BVK eine Gemeinsame Vergütungsregel abschließen konnten. Beide Seiten sind an die Grenzen des Machbaren gegangen, haben sich am Ende aber sachlich und vernünftig geeinigt. Ich danke den Verhandlungsteams beider Seiten für das Zustandekommen dieser Vereinbarung und wünsche uns nun viele gemeinsame Programmerfolge.“

„Die Verhandlungen waren komplex und die Verhandlungspartner haben sich an manchen Punkten schwer getan - letztlich aber den Knoten durchschlagen, weil Kompromisslosigkeit niemandem etwas bringt. Wir freuen uns, dass die Vereinbarung auch als Vertrag zugunsten Dritter abgeschlossen wurde, und damit jedem Berechtigten ein individueller Anspruch zusteht. Dass mit privaten Sendern Abschlüsse möglich sind, die öffentlich-rechtlichen Anstalten aber mauern und mit Gebührengeldern und teuren Anwälten gegen Urheberinteressen vorgehen, ist ein starkes Stück“, stellt der Geschäftsführer des BVK, Dr. Michael Neubauer, fest.

In den Bereichen TV-Movie, Serie und Sitcom werden Bildgestalter nunmehr rückwirkend ab 28.03.2002 (Inkrafttreten der Urhebervertragsrechtsnovelle) seitens der Sender finanziell beteiligt, sofern bestimmte Schwellenwerte bei der Zuschauerreichweite im Inland und/oder den Vertriebserlösen im Ausland überschritten werden.
Einzelheiten hier: http://www.kinematografie.org/downloads/171222%20RTL_BVK_Verguetungsregeln_PT_Fiction.pdf

 


Kontakt BVK:

Dr. Michael Neubauer, Geschäftsführung BVK                       bvk@kinematografie.org B V K  – Berufsverband Kinematografie e.V.                           phone: 089-34019190

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