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Tariftreue

Was wir tun können gegen: 

Dumping bei Honoraren und Gagen
Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz
Unterlaufen tarifvertraglicher Regelungen
Verkürzung von Sozialversicherungsbeiträgen
Wettbewerbsverzerrungen in der Produktionslandschaft

 
Für die Filmwirtschaft und ihre Mitarbeiter:
 

Das Tariftreueverfahren der Berufsverbände - zuverlässig anonym und wirksam
 

Filmschaffende arbeiten unter ungewissen Perspektiven und trotzdem höchst engagiert, damit viele eindrucksvolle audio- visuelle Produktionen entstehen, mit denen sich Deutschland als Produktionsstandort international durchaus konkurrenz- fähig und erfolgreich behaupten kann. Der deutsche Film- und Fernsehproduktionsmarkt ist von der Kapitalisierung her der zweitgrößte weltweit. Man findet keinen anderen Standort mit derart flexiblen Arbeitsbedingungen und Mitarbeitern.
In Deutschland kann man bis zu 13 Stunden drehen - und die Mitarbeiter packen mit an: auch wenn es mal nicht um originär zu ihrem Aufgabenbereich gehörende Probleme geht!
Arbeitgeber und Arbeitnehmer arbeiten unter der Geltung des Mantel- und Gagentarifvertrages TV FFS zusammen. Doch leider werden die tariflichen Regelungen häufig unterlaufen.
Mitarbeiter werden oft nicht nach den Regelungen des Tarifvertrags für Film-und Fernsehschaffende beschäftigt. Der Tarifvertrag aber stellt die Mindestbedingungen dar, jenseits derer die Beschäftigung von Mitarbeitern unzulässig ist, wenn über zehn Stunden gearbeitet wird.

Wir haben zugestimmt, die engen Regelungen des Arbeitszeitgesetzes durch den Tarifvertrag zu öffnen. Auch die Produzenten- seite hat diesen Tarifvertrag gewollt. Nun ist er einzuhalten, und zwar ohne Wenn und Aber. Wer die Geltung des Tarifver- trages nicht vereinbart, für den gilt das ArbZG (Arbeitszeitgesetz) "pur" - mit entsprechenden Konsequenzen.
Ein Tarifvertrag gilt entweder ganz - oder gar nicht. Die tariflichen Regelungen sind in ihrer Gesamtheit einzuhalten.

Weil einzelne Filmschaffende regelmäßig die schwächere Partei gegenüber den Produktionsfirmen sind, und wir zahlrei- che Fälle kennen, in denen Mitarbeiter nicht mehr beschäftigt (oder anderweitig sanktioniert) wurden, wenn sie ihre Ver- träge korrekt ausgestaltet wissen wollten, gibt es Handlungsbedarf. Die Filmschaffenden e.V., die Vereinigung der Berufs- verbände Film und Fernsehen, führt nach wie vor das Meldeverfahren für tarifliche Regelungen unterlaufende Arbeitsver- träge durch. Eine zentrale Meldestelle wird sich im verifizierten Fall mit entsprechenden Hinweisen an die Produktions- firmen wenden und sie daran erinnern, dass es in ihrem Interesse liegt, den Tarifvertrag als Mindestregelung zu vereinba- ren, falls über zehn Stunden gearbeitet werden soll. Das Meldeverfahren schützt die einzelnen Filmschaffenden sowie die Berufsverbände als ihre jeweilige Interessenvertretung, da ansonsten leicht auf das betreffende Gewerk geschlossen werden kann. Es wahrt die Anonymität der Betroffenen, da die Meldestelle nur das Prüfresultat mitgeteilt bekommt und ihr keine persönlichen Daten bekannt werden. Die Meldestelle ist ein Service der Vereinigung DIE FILMSCHAFFENDEN e.V. und wird von den Mitgliedsverbänden gemeinsam getragen.


Grafische Darstellung der Tariftreue

Tariftreue PDF (1,3 MB)

Wichtig für betroffene Filmschaffende:
Um das Tariftreue-Verfahren in Gang zu setzen, bitte Kontakt zu einem Filmschaffenden-Berufsverband aufnehmen (Verträge werden nur bei den Verbänden geprüft und unter Verschluss gehalten, um die Anonymität zu gewährleisten).
Siehe 5 Schritte

Weitere Fragen können im Kontaktformular (Kategorie: "Fragen zur Tariftreue") gestellt werden.

Die Filmschaffenden e.V  Vereinigung der Berufsverbände Film und Fernsehen

    5 Schritte Brief 1 Brief 2 Grafik Firmenliste